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Solingen – Großeinsatz von SEK wegen Mann (35) auf Dach

Solingen – Großeinsatz von SEK wegen Mann (35) auf Dach

06.01.2026 | 15:58

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Solingen – Großeinsatz von SEK wegen Mann (35) auf Dach

Auf diesem Dach hielt der Mann sich rund 22 Stunden auf, bis er von der Polizei heruntergebracht werden konnte. (Bildquelle: Google Maps)

Nach einem versuchten Fahrraddiebstahl löste ein 35-jähriger Mann am 05.01.2026 einen umfangreichen Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Spezialeinheiten in Solingen aus. Der Mann hielt sich über mehr als 20 Stunden auf dem Dach eines Autohauses auf.

Am Montag, 05.01.2026, gegen 13:07 Uhr, erhielt die Leitstelle der Polizei Wuppertal von Zeugen Kenntnis über eine männliche Person, die im Bereich der Frankenstraße in Solingen bei dem Versuch eines Fahrraddiebstahls beobachtet wurde.
Nachdem der Diebstahl scheiterte, flüchtete der 35-jährige Tatverdächtige vor den eintreffenden Einsatzkräften fußläufig durch Anliegerstraßen und eine benachbarte Kleingartenanlage bis zur Schlagbaumer Straße.
Dort überquerte er einen Zaun und gelangte auf bislang nicht näher beschriebene Weise auf das Dach eines angrenzenden Autohauses.
Der Mann hielt sich anschließend auf dem schneebedeckten Dach des Gebäudes auf und weigerte sich, dieses wieder zu verlassen. Nach polizeilichen Angaben befand sich der Tatverdächtige in einem psychischen Ausnahmezustand. Weder durch Familienangehörige noch durch Einsatzkräfte konnte er kommunikativ dazu bewegt werden, das Dach eigenständig zu verlassen.
Ein unmittelbarer Zugriff wurde aufgrund der winterlichen Witterung als zu gefährlich eingeschätzt. Schnee und Glätte auf dem Dach stellten ein erhebliches Risiko dar, sowohl für den Mann selbst als auch für die Einsatzkräfte.
Zudem handelte es sich nach Angaben der Polizei um ein älteres Gebäude, bei dem unklar war, welche Last die Dachkonstruktion tragen kann. Weitere Personen auf der Dachfläche hätten die Statik zusätzlich gefährden können.
Polizei und Feuerwehr sperrten den Bereich rund um das Autohaus weiträumig ab. Neben zahlreichen Einsatzkräften waren auch Spezialeinheiten, eine Verhandlungsgruppe sowie die Feuerwehr vor Ort.
Einsatzkräfte bezogen unter anderem über Baugerüste und eine Drehleiter Stellung. Vorsorglich wurden durch die Feuerwehr zwei Sprungkissen bereitgehalten.
Am späten Montagabend versuchte eine Verhandlungsgruppe über eine Drehleiter über einen längeren Zeitraum hinweg Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Trotz mehrerer Gesprächsversuche konnte der 35-Jährige nicht zu einer freiwilligen Aufgabe bewegt werden.
In der Nacht zogen sich Einsatzkräfte zeitweise zurück, um dem Mann Raum zu geben und auf eine eigenständige Beendigung der Situation zu hoffen. Diese Strategie blieb jedoch ohne Erfolg.
Mit einem polizeilichen Zugriffskonzept, das insbesondere die Statik der unterschiedlichen Dachbereiche sowie die Witterungsbedingungen berücksichtigte, konnte der Mann schließlich am Dienstag, 06.01.2026, gegen 10:35 Uhr, durch Spezialeinheiten auf dem Dach fixiert und unverletzt heruntergebracht werden.
Der polizeibekannte 35-Jährige wurde leicht unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Eine weiterführende psychologische Untersuchung ist vorgesehen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Wuppertal

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