Nach einem Raubüberfall auf ein Geldtransferinstitut in Nürnberg am 10.12.2025 fahndet die Polizei nach einem bislang unbekannten Mann. Die Ermittlungen ergaben einen mutmaßlichen Zusammenhang mit einem nahezu identischen Überfall in Berlin-Schöneberg im Juni 2025.
Wie in vorherigen Meldungen berichtet, ermittelt das Fachkommissariat für Raubdelikte der Nürnberger
Polizei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nach einem Überfall auf ein Geldtransferinstitut (Filiale Wester Union).
Inzwischen haben die Ermittlungen ergeben, dass ein Zusammenhang zu einem ähnlich gelagerten Überfall im Juni 2025 in Berlin-Schöneberg bestehen dürfte.
Mithilfe der Videoaufnahmen aus beiden Fällen fahndet die Polizei nach dem bislang unbekannten Mann.
Überfall in Nürnberg am 10.12.2025
Am Mittwochmorgen, 10.12.2025, gegen 08:35 Uhr, betrat der Tatverdächtige die Filiale der Geldtransferstelle (Western Union) in der Ludwigstraße in Nürnberg. Unter Vorhalt einer Pistole erbeutete er
Bargeld und ergriff anschließend die
Flucht.
Der Täter bedrohte die Angestellte mit einer Waffe. (Bildquelle: Polizeipräsidium Mittelfranken)
Die bedrohte Angestellte des Geschäfts blieb körperlich unverletzt. Trotz umgehend eingeleiteter
Fahndungsmaßnahmen, an denen eine Vielzahl von
Polizeibeamten beteiligt war, konnte der Mann nicht mehr angetroffen werden.
Die Nürnberger
Kriminalpolizei führte umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen durch. Eine Identifizierung des Täters gelang bislang noch nicht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wandten sich die Ermittler an die Öffentlichkeit.
Der Mann erbeutete Bargeld und flüchtete. (Bildquelle: Polizeipräsidium Mittelfranken)
Überfall in Berlin (Schöneberg) am 23.06.2025
Die fortdauernden Ermittlungen zeigen nun, dass ein Zusammenhang zu einem ähnlich gelagerten Raubüberfall am Montag, 23.06.2025, in Berlin-Schöneberg bestehen dürfte.
Nach bisherigen Erkenntnissen überfiel der bislang unbekannte Mann in der Zeit zwischen 08:40 Uhr und 08:45 Uhr eine Filiale eines Geldinstituts in der Potsdamer Straße 138. Der Tatverdächtige gab sich an der Tür der Filiale als Paketbote aus und erklärte, ein Paket für das Geldinstitut abgeben zu wollen.
Aufnahmen des Mannes beim Raubüberfall in Berlin. (Bildquelle: Polizei Berlin)
Noch vor Öffnung der Filiale erhielt er daraufhin Zutritt zu den Geschäftsräumen. Als ein 35-jähriger Mitarbeiter das Paket entgegennehmen wollte, zog der Unbekannte unvermittelt eine
Schusswaffe und bedrohte den Angestellten. Er forderte die Öffnung des Geldschranks, was der Mitarbeiter in der Situation auch tat.
Der Tatverdächtige entwendete anschließend Bargeld, drängte den Mitarbeiter in die hinteren Räume, fesselte und knebelte ihn und
flüchtete danach in unbekannte Richtung, mutmaßlich in Richtung Kurfürstenstraße.
Der 35-Jährige konnte sich später selbst befreien. Er blieb körperlich unverletzt, stand jedoch unter Schock. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei der
Polizeidirektion 4 (Süd) übernommen.
Beschreibung des Täters
- männlich
- circa 180 bis 190 cm groß
- etwa 25 bis 45 Jahre alt
- osteuropäisches / kaukasisches Erscheinungsbild
- kräftige bis muskulöse Statur
- Vollbart ohne Oberlippenbart
- schwarze Cappy (Marke: „Armani“)
- gelbes Sweatshirt mit Stehkragen und dunklem Reißverschluss im oberen Bereich
- schwarze Winter-Steppjacke (Marke: „The North Face“)
- dunkle Hose
- dunkle Schuhe (eventuell Sneakers)
- weiße Socken
- dunkle Unterhose mit breitem türkisfarbenem Gummiband und schwarzer Aufschrift „NIKE“
- führte eine Papiertüte, vermutlich von REWE, mit sich
- sprach ausschließlich Englisch
Zeugenaufruf
Wer Hinweise zur Identität des Tatverdächtigen oder zu seinem Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 bei der Polizei zu melden. Hinweise können auch bei jeder anderen Polizeidienststelle abgegeben werden.
Quelle der Polizeimeldung: Polizeipräsidium Mittelfranken
Erstmeldung