Am Freitagabend, 03.01.2026, kam es auf der A93 bei Wernberg-Köblitz (BY) zu einem schweren Glätteunfall. Ein Sattelzug mit tiefgekühltem Lachs kippte um, die Ladung verteilte sich auf der Fahrbahn. Sieben weitere Fahrzeuge waren beteiligt. Die Autobahn blieb stundenlang gesperrt.
Am Freitagabend, 03.01.2026, kam es gegen 18:15 Uhr auf der Autobahn
A93 in Fahrtrichtung Regensburg kurz vor der Anschlussstelle
Wernberg-Köblitz zu einem schweren
Verkehrsunfall.
Ein mit tiefgekühltem Lachs beladener
Sattelzug geriet bei starkem Schneefall und glatter Fahrbahn ins Schleudern.
Bei Schnee verlor der Fahrer die Kontrolle über den Lkw. (Bildquelle: Feuerwehr Oberwildenau)
Nach Angaben der
Verkehrspolizeiinspektion Weiden musste der
Lkw verkehrsbedingt abbremsen, verlor dabei die Kontrolle, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr mehrere Meter einen Erdwall hinauf. Die Zugmaschine blieb stehen, der Sattelanhänger kippte nach links um und kam quer über der rechten Fahrspur sowie dem Standstreifen zum Liegen.
Durch den
Unfall platzte der
Auflieger auf. Teile der Ladung – rund 20 Tonnen tiefgekühlter Lachs – verteilten sich großflächig auf der Fahrbahn. Der Lkw-Fahrer konnte sich selbstständig aus dem Führerhaus befreien und blieb unverletzt.
Ein Pkw prallte in das Heck des umgekippten Sattelzuges. (Bildquelle: Feuerwehr Oberwildenau)
Mehrere nachfolgende
Pkw konnten auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig bremsen. Beim Versuch auszuweichen, kollidierten insgesamt sieben weitere
Fahrzeuge miteinander.
Eine Pkw-Fahrerin prallte dabei direkt in das Heck des umgestürzten Aufliegers. Trotz des Ausmaßes des Unfalls blieben nach Angaben der Polizei alle beteiligten Personen unverletzt.
Für die Bergung des
Sattelzuges und die Räumung der Fahrbahn war ein Großaufgebot an Einsatzkräften erforderlich. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Oberwildenau, Luhe, Rothenstadt und Weiden, das Technische Hilfswerk, eine Sondereinsatzgruppe des Bayerischen Roten Kreuzes sowie ein Bergungs- und Entsorgungsunternehmen mit Kranfahrzeug und großem Müllcontainer. Insgesamt waren rund 60 bis 70 Einsatzkräfte vor Ort.
Der Unfall und die Bergung verursachten einen langen Stau. (Bildquelle: Feuerwehr Oberwildenau)
Vor der Bergung musste der umgekippte Auflieger vollständig entladen werden. Die Autobahn A93 war für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Autobahnmeisterei Schwandorf leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Luhe-Wildenau aus.
Aufgrund des starken Feierabendverkehrs bildete sich zeitweise ein Rückstau von rund fünf Kilometern. Die Sperrung dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Samstags an.
Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Weiden nahmen den Unfall auf. Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf mindestens 450.000 Euro beziffert.
Ursache des Unfalls war nach polizeilichen Erkenntnissen die winterliche Glätte in Verbindung mit starkem Schneefall.
Quelle der Polizeinachricht: Verkehrspolizeiinspektion Weiden / Feuerwehr Oberwildenau